Orientierungsphase

Gründercheck

Existenzgründer sollten erfahrungsgemäß bestimmte Fähigkeiten und Eigenschaften mitbringen. Dazu zählen beispielsweise Eigeninitiative, Kreativität und Flexibilität, Kontaktfähigkeit, Lernfähigkeit und Motivation, aber auch Überzeugungskraft und Risikobereitschaft.

Fachliche Voraussetzungen / Branchenkenntnisse
Prüfen Sie, ob für Ihre künftige Selbständigkeit besondere Berufszugangs-oder Zulassungsvoraussetzungen bestehen. Sie sind mit den gängigsten Branchengepflogenheiten vertraut und können die Entwicklung Ihrer Branche abschätzen. Nachweisbare Qualifikationen sind wichtig, um Ihre Kunden und Geschäftspartner davon zu überzeugen, dass Sie ein „Meister Ihres Fachs" sind. Wettbewerbssituation, Standortanalyse und Vertriebswege sind gängige Fachbegriffe für Sie.

Kaufmännische Qualifikation
Mit einigen betriebswirtschaftlichen Bereichen werden Sie im Laufe Ihrer Selbstständigkeit konfrontiert. Beschaffung, Lagerhaltung, Leistungserstellung, Absatz, Marketing, Vertrieb, Personal, Buchführung, Steuern, Versicherungen und sicherlich von Vieles mehr.
Zum Vertiefen dieser Themen empfehlen wir die Teilnahme an der Workshopreihe für Existenzgründer und Jungunternehmer. Diese aus drei Modulen bestehenden Existenzgründerworkshops vermitteln grundlegendes  Praxiswissen für die Gründung und Führung eines kleinen bzw. mittelständischen Unternehmens in kurzer knackiger Form.

Gründungsidee, Vorbereitung

Aus gewerberechtlicher Sicht ist – von einigen Ausnahmen abgesehen – zur Gründung eines Unternehmens keine bestimmte Qualifikation oder Fachkenntnis vorgeschrieben. Viele Gründer scheitern, weil es an einschlägigen Branchenerfahrungen oder an kaufmännischen Kenntnissen mangelt. Prüfen Sie selbstkritisch anhand der Checkliste, ob Sie ein Unternehmertyp sind. Egal wie gut und innovativ Ihre Idee ist – die Person des Gründers mit seinen wesentlichen Fähigkeiten spielt eine entscheidende Rolle.


Information und Beratung
Eventuell vorhandene Wissensdefizite sollten Sie rechtzeitig ausgleichen – möglichst vor der Gründung. Für erste Informationen empfiehlt sich eine individuelle Orientierungsberatung in den StarterCentern der IHK  und HWK oder die Teilnahme an den Existenzgründertreffs. Darauf aufbauend bietet die IHK eine Workshopreihe für Existenzgründer und Jungunternehmen aller Branchen an:

Bei entsprechendem Weiterbildungsbedarf unterstützt Sie die IHK-Infostelle Bildung.

Gründungswege

Eine selbstständige Existenz aufzubauen - dafür gibt es vielfältige Möglichkeiten. 

Die Häufigste ist die Neugründung eines Unternehmens. Hier setzen Sie Ihre eigenen Ideen um und gestalten Ihr Unternehmen nach eigenen Vorstellungen. Chancen und Risiken gilt es hierbei besonders sorgfältig abzuwägen. Die Anlaufphase erfordert neben viel Kraft und Zeit vor allem ein ausreichendes Startkapital. Nicht immer gehen die ersten Zahlungen der Kunden sofort ein. Kalkulieren Sie also die gewährten Zahlungsziele in Ihrer Finanzplanung ein. Zudem gilt es, mit einer ausgefeilten Marketingstrategie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung am Markt einzuführen und zu etablieren. Der „gute Name“ muss erst erarbeitet

Um einen Teil dieser Risiken zu mildern, bietet die Übernahme eines bestehenden Unternehmens beispielsweise im Rahmen einer Unternehmensnachfolge gute Chancen, wenn sie denn langfristig und vor allem sorgfältig geplant ist. Das bestehende Unternehmen sollte einen festen Platz am Markt haben. Kunden- und Lieferantenbeziehungen sind eingespielt und erfahrene Mitarbeiter verfügen über ein hohes fachliches Knowhow. Bestehende und erprobte Strukturen erleichtern den organisatorischen Alltag. All diese Punkte sollten jedoch auf ihre Grenzen überprüft und ggf. den neuen Bedingungen angepasst werden. Eine gründliche Unternehmensanalyse bewahrt hier vor möglichen Gefahren. Zudem sind Modalitäten und Finanzierungsmöglichkeiten für die Zahlung des Kaufpreises zu erarbeiten.

 Beim Franchising nutzen Gründer – die Franchisenehmer – gegen Gebühr ein schon erprobtes Geschäftskonzept eines anderen Unternehmers – dem Franchisegeber. Der Gründer profitiert dabei von schon am Markt eingeführten Produkten oder Dienstleistungen. Außerdem kann er die vom Franchisegeber angebotenen Leistungen beispielsweise bei Marketing und Einkauf nutzen. Dafür ist in der Regel neben der Eintrittsgebühr eine weitere monatliche Nutzungsgebühr zu entrichten, die sich oft an erzielten Umsatzzahlen orientiert. Prüfen Sie vor Vertragsabschluss das Franchisekonzept auf Herz und Nieren. Sprechen Sie mit anderen Franchisenehmern und informieren Sie sich beim Deutschen Franchiseverband. www.franchiseverband.com